Buchführungspflicht

Bilanzierung

Es gelten die Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Steuerrechts. Für die Unternehmergesellschaft/UG (haftungsbeschränkt) besteht eine Pflicht zur gesetzmäßigen Buchführung und Bilanzierung, d.h. doppelte Buchführung samt Jahresbilanz. Bei einer Pflichtverletzung droht dem Geschäftsführer eine strafrechtliche Verfolgung und er wird persönlich haftbar.

Die Jahresbilanz beinhaltet:

  • Bilanz
  • Anhang
  • Ggf. Lagebericht zur ordnungsgemäßen Buchführung und Bilanzierung (§§ 41, 42 GmbHG)

Der Jahresabschluss ist grundsätzlich beim elektronischen Bundesanzeiger gemäß § 325 ff HGB einzureichen und offen zulegen. Das öffentliche Deklarieren von Umsätzen hingegen ist nicht verpflichtend.

Das HGB sieht Erleichterungen bei der Einreichung und Veröffentlichung vor, die sich nach der Größenklasse der Gesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB) richten. Bei kleinen Kapitalgesellschaften muss eine Einreichung und Offenlegung der Bilanz und des Anhangs erfolgen. Eine GuV ist nicht erforderlich und Angaben im Anhang betreffend der GuV müssen ebenfalls nicht gemacht werden. Für Kleinstkapitalgesellschaften reicht es sogar aus, wenn nur die Angaben aus der Bilanz in elektronischer Form beim Bundesanzeiger hinterlegt werden. Eine Veröffentlichung ist nicht verpflichtend, somit können die Bilanzzahlen der Gesellschaft nur nach vorheriger kostenpflichtiger Anforderung beim Bundesanzeiger eingesehen werden.

Das Geschäftsjahr

Die Unternehmergesellschaft/UG (haftungsbeschränkt) kann jederzeit anlässlich der Gründung ein abweichendes Geschäftsjahr vereinbaren. Jedoch nur, wenn kein Musterprotokoll verwendet wurde, da dieses keine Individualisierungen vorsieht. Die Wahl eines abweichenden Geschäftsjahres führt zum Steuerstundungeffekt, das heißt die Verschiebung der Fälligkeit eines Steueranspruchs in die Zukunft. Dies stellt eine Erleichterung für Gründer dar, denn gerade im ersten  Jahr hat die Gesellschaft erfahrungsgemäß hohe Ausgaben und weniger Einnahmen.

§ 267 HGB Umschreibung der Größenklassen

(1) Kleine Kapitalgesellschaften sind solche, die mindestens zwei der drei nachstehenden Merkmale nicht überschreiten:

  1. 4 840 000 Euro Bilanzsumme nach Abzug eines auf der Aktivseite ausgewiesenen Fehlbetrags (§ 268 Abs. 3).
  2. 9 680 000 Euro Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag.
  3. Im Jahresdurchschnitt fünfzig Arbeitnehmer.
(2) Mittelgroße Kapitalgesellschaften sind solche, die mindestens zwei der drei in Absatz 1 bezeichneten Merkmale überschreiten und jeweils mindestens zwei der drei nachstehenden Merkmale nicht überschreiten:
  1. 19 250 000 Euro Bilanzsumme nach Abzug eines auf der Aktivseite ausgewiesenen Fehlbetrags (§ 268 Abs. 3).
  2. 38 500 000 Euro Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag.
  3. Im Jahresdurchschnitt zweihundertfünfzig Arbeitnehmer.

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